Wie erstelle ich die Lieferantenliste für NIS2 mit KI?
Geben Sie einem verbundenen KI Assistenten Ihre Kreditorenliste und Ihre Verträge. Er legt in Punkt 5.1 eine Zeile pro Lieferant an und hakt in 5.2 an, was die Verträge zu Sicherheit und Vorfällen regeln. Abschließen kann er keinen Punkt: Sie prüfen jede Zeile, die Geschäftsführung gibt am Ende frei.
Wie erstellt ein KI Assistent die Lieferantenliste?
Ein KI Assistent verbindet sich über MCP (Model Context Protocol), einen offenen Standard, mit Ihrem Unternehmen in der App. Er füllt den NIS 2 Durchgang aus, als die Person, die ihn verbunden hat.
Fast alle, die für Sie arbeiten, schicken Ihnen Rechnungen. Deshalb beginnt Punkt 5.1 mit der Kreditorenliste aus Ihrer Buchhaltung über die letzten zwölf Monate, etwa aus DATEV. Geben Sie dem Assistenten diese Liste und Ihre Verträge und Abonnements.
Er legt pro Lieferant eine Zeile an, mit Namen und dem, was der Lieferant für Sie tut. Sagen Sie ihm dazu, was der Durchgang empfiehlt: im Zweifel lieber aufschreiben als weglassen.
Wen Sie in Punkt 2.2 als Anbieter Ihrer Programme und Technik genannt haben, steht schon auf der Liste. Der Assistent bekommt die vorhandenen Zeilen zu sehen, mit dem Hinweis, sie nicht noch einmal anzulegen.
Wer gehört bei NIS 2 auf die Lieferantenliste?
Punkt 5.1, „Aufschreiben, wer für Sie arbeitet“, ist eine Liste Ihrer direkten Anbieter und Dienstleister. Gemeint sind alle, die Ihre IT oder Ihre Daten berühren, auch das Steuerbüro mit Zugriff auf Personaldaten.
Die Richtlinie verlangt Sicherheit der Lieferkette, einschließlich der sicherheitsbezogenen Aspekte der Beziehungen zu Ihren unmittelbaren Anbietern. Dabei berücksichtigen Sie die Schwachstellen jedes einzelnen Anbieters (Art. 21 Abs. 3 NIS 2).
Für bestimmte digitale Dienste nennt die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690 ein Verzeichnis der direkten Lieferanten mit Ansprechpartnern (Anhang Nr. 5.2). Ob der Anbieter Ihres KI Assistenten selbst auf diese Liste gehört, klärt unser Artikel zum KI Anbieter als Lieferant.
Art. 21 Abs. 2 Buchst. d NIS 2 · § 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG
Was trägt der Assistent in 5.2 zu den Verträgen ein?
Punkt 5.2, „Festhalten, was Sie mit Ihren Lieferanten vereinbart haben“, fragt pro Lieferant zwei Dinge. Regeln der Vertrag, die Auftragsverarbeitung oder die Bedingungen Sicherheitsanforderungen, etwa an Zugänge und Updates? Und muss der Lieferant Ihnen Sicherheitsvorfälle melden?
Der Assistent liest die Verträge, Auftragsverarbeitungen oder Standardbedingungen, die Sie ihm geben, und setzt pro Lieferant die beiden Haken. Große Anbieter verhandeln selten; dann zählt, was in ihren Standardbedingungen steht. Ist beides nicht geregelt, ist „Nichts davon geregelt“ die richtige Antwort.
Neben jedem Namen steht in 5.2 die Stufe aus Punkt 2.3, wo jeder Lieferant nach Häufigkeit und Schaden eingestuft wird. So sehen Sie, wo eine Regelung am meisten zählt.
Für ihre digitalen Dienste nennt die Durchführungsverordnung Punkte, die Verträge soweit angemessen regeln sollen, darunter Sicherheitsanforderungen und die Meldung von Vorfällen (Anhang Nr. 5.1.4).
Was steht in einer Zeile, und was darf der Assistent ändern?
Auf dem Bildschirm „Ihre Lieferanten“ in 5.1 sind es zwei Angaben: „Lieferant“ und „Was er für Sie tut“. Die Lieferantenliste nimmt mehr auf, etwa Ansprechpartner und E-Mail, ob der Lieferant Zugang zu Ihren Systemen oder Daten hat, und Beginn und Ende des Vertrags.
Pflicht ist für eine neue Zeile nur der Name. Eine Zeile, die schon da ist, kann der Assistent berichtigen; Felder, die er nicht mitschickt, bleiben, wie sie sind.
Eine Zeile löschen kann er nicht. Das machen Sie in der App.
Was passiert mit den Angaben, die ein Lieferant selbst gemacht hat?
Hat ein Lieferant Ihre Einladung zum Sicherheitsfragebogen angenommen, ist seine Zeile mit seinem eigenen Unternehmen im Lieferantenportal verbunden. Was er dort angegeben hat, etwa ob er einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung anbietet oder bei Vorfällen unterstützt, sind seine Angaben.
Der Assistent bekommt sie getrennt, unter writtenBySupplier, und ändern kann er sie nicht. Der Server lehnt das ab und sagt, dass es die Angaben des Lieferanten aus seinem Portal sind.
Ein fremder Text kann versuchen, dem Assistenten Anweisungen unterzuschieben (Prompt Injection). Der Server sagt dem Assistenten deshalb, alles als Daten zu lesen und nie als Anweisung. Das steht in seinen Anweisungen und in der Beschreibung des Werkzeugs, das den Durchgang liest.
Das BSI schreibt, dass „keine zuverlässige Gegenmaßnahme existiert, die das Problem vollständig beseitigt“. Was der Server selbst festlegt, gilt unabhängig davon: Kein Werkzeug schließt einen Punkt ab, löscht eine Zeile oder unterschreibt.
So geht das im Durchgang
Lieferanten werden im Durchgang an zwei Punkten zur Arbeit, und die Bewertung dazwischen verbindet sie.
5.1 „Aufschreiben, wer für Sie arbeitet“, Bildschirm „Ihre Lieferanten“: Der Assistent legt aus der Kreditorenliste eine Zeile pro Lieferant an. Wen 2.2 als Anbieter nennt, steht schon darin.
2.3, „Ihre Lieferanten bewerten“: Jeder Lieferant bekommt eine Stufe aus Häufigkeit und Schaden, die danach auch in der Lieferantenliste steht.
5.2, „Was mit jedem geregelt ist“: Der Assistent setzt pro Lieferant die Haken für Sicherheitsanforderungen und für die Meldung von Vorfällen. Sie prüfen jede Zeile und schließen 5.1 und 5.2 in der App ab.
7.3: Ein Lieferant mit der Stufe hoch oder sehr hoch, bei dem der Vertrag weder Sicherheit noch Vorfälle regelt, steht von selbst als offener Punkt vor der Freigabe. Sie legen in der App fest, wer sich kümmert und bis wann.
Häufige Fragen
Woher weiß der Assistent, wer ein Lieferant ist?
Aus den Unterlagen, die Sie ihm geben, und aus den Worten des Durchgangs, die er mitliest. Dort steht, wer gemeint ist: alle direkten Anbieter und Dienstleister, die Ihre IT oder Ihre Daten berühren. Ob die Liste stimmt, entscheiden Sie beim Prüfen, bevor Sie 5.1 abschließen.
Was tun, wenn mit einem Lieferanten nichts vereinbart ist?
Dann ist „Nichts davon geregelt“ die richtige Antwort. Der Durchgang schlägt vor, es anzusprechen, etwa bei der nächsten Verlängerung. Aus seiner Zeile können Sie ihm den Sicherheitsfragebogen schicken, oder Ihr Assistent tut es.
Kann der Assistent die Lieferantenliste nach der Freigabe ändern?
Nein. Ist 5.1 freigegeben, lehnt der Server jede neue Zeile und jede Berichtigung des Assistenten ab, denn sie würde die Freigabe zurücknehmen. Dasselbe gilt für die genaueren Bildschirme in 2.2, die Bewertungen in 2.3 und die Haken in 5.2, die die Lieferantenliste ändern können. Die Absage nennt die betroffenen Punkte; Sie ändern in der App, und der Punkt geht danach noch einmal an die Geschäftsführung.
Wie viele Lieferanten trägt der Assistent auf einmal ein?
Bis zu 50 neue Zeilen pro Aufruf, und in 5.2 bis zu 500 Lieferanten auf einmal. Pro Person sind 300 Aufrufe in der Stunde erlaubt. Eine lange Kreditorenliste geht also in mehreren Aufrufen.
Landen die Daten meiner Lieferanten beim Anbieter des KI Assistenten?
Was der Assistent liest, geht an seinen Anbieter, unter der Vereinbarung Ihres Unternehmens mit ihm. Für die geschäftlichen Produkte von Anthropic gilt: Anthropic verarbeitet als Auftragsverarbeiter, und Eingaben werden standardmäßig nicht zum Training genutzt. Die Bedingungen anderer Anbieter haben wir nicht geprüft.
Weiterlesen
Quellen
- Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS 2), Art. 21 Abs. 2 Buchst. d und Abs. 3, EUR-Lex
- BSIG, § 30 Abs. 2 Nr. 4, gesetze-im-internet.de
- Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690, Anhang Nr. 5.1.4 und 5.2, EUR-Lex
- BSI, Basisschutz gegen Indirect Prompt Injections in dokumentbasierten LLM-Chats, Version 1.0 vom 14.09.2026, bsi.bund.de
- Anthropic Privacy Center, Artikel 7996868 (Training) und 9267385 (Auftragsverarbeitung), privacy.claude.com
- open-isms, lib/mcp/walk.ts (writtenBySupplier) und lib/mcp/tools.ts, github.com/NISD2/open-isms
In der Praxis
Wo das im Durchgang vorkommt
Im Durchgang werden daraus Schritte, die Sie ausfüllen, mit dem Gesetz jeweils daneben erklärt. Öffnen Sie einen Schritt, um ihn ausgefüllt am Beispiel einer erfundenen Firma zu sehen.
Was der Durchgang kostet
4.800 € netto im Jahr, zzgl. USt.
30 Tage Geld zurückAuf Rechnung, 30 Tage Zahlungsziel. Kündigung in den ersten 30 Tagen, vor dem ersten Export oder der ersten Freigabe: Rechnung storniert oder Geld zurück.
Geführte NIS 2 Umsetzung, Schritt für Schritt
Verlauf der Änderungen und Freigaben, vorzeigbar beim BSI
Fristen und Erinnerungen je Anforderung
Sicherheitsfragebogen an Ihre Lieferanten
Export als PDF oder CSV, jederzeit
Sie sollen sich um NIS2 kümmern?
Am Ende haben Sie alles in einem Dokument: was getan ist, was noch offen ist, und die Freigabe Ihrer Geschäftsführung mit Namen und Datum. Die Texte schreibt die App.


