Wie funktioniert die NIS2 Risikobewertung mit KI?
Ein verbundener KI Assistent übernimmt in Punkt 2.1 die Methode des BSI. In 2.3 schlägt er für jedes Programm, jede Technik und jeden Lieferanten Häufigkeit und Schaden vor. Sie prüfen jede Zeile. Die Geschäftsführung gibt in Punkt 7.3 frei, angemeldet mit ihrem eigenen Zugang; ein Assistent kann das nicht.
Was macht der KI Assistent bei der Risikobewertung?
Ein KI Assistent verbindet sich über MCP (Model Context Protocol), einen offenen Standard, mit Ihrem Unternehmen in der App. Er füllt den NIS 2 Durchgang aus, als die Person, die ihn verbunden hat, mit deren Rechten.
In 2.1, „Festlegen, wie Sie Risiken einstufen“, kann er die fertige Methode aus dem Standard 200-3 des BSI übernehmen, so wie Sie es mit „Übernehmen“ täten. Sie hat vier Stufen für die Häufigkeit, vier für den Schaden und vier Risikostufen.
In 2.3, „Risiken bewerten“, setzt er für jeden Eintrag zwei Werte: wie oft der schlimmste realistische Fall eintritt und wie groß der Schaden wäre. Auf Wunsch schreibt er eine Notiz dazu, etwa was Sie schon dagegen tun.
Die Matrix macht daraus eine Stufe: gering, mittel, hoch oder sehr hoch. Bis Sie geprüft haben und die Geschäftsführung freigibt, sind das Vorschläge.
Art. 21 Abs. 2 Buchst. a NIS 2 · § 30 Abs. 2 Nr. 1 BSIG
Woher kennt der Assistent die Risiken Ihres Unternehmens?
Ein Assistent kennt, was in Ihren Unterlagen steht. Dass die Warenwirtschaft letzten Monat zweimal stand oder dass ein Lieferant kaum zu ersetzen ist, weiß er nur, wenn es irgendwo aufgeschrieben ist.
Diese Einschätzung bringen Sie mit. Denken Sie an Feuer, Wasser und Stromausfall, und daran, dass selten nicht klein heißt: In der Matrix des BSI ist ein existenzbedrohender Schaden nie gering.
Wie prüfen Sie die Vorschläge des Assistenten?
Prüfen Sie jede Zeile auf den drei Bildschirmen „Ihre Programme bewerten“, „Ihre Technik und Räume bewerten“ und „Ihre Lieferanten bewerten“. Jeder Bildschirm, den ein Assistent beschrieben hat, zeigt seinen Namen und den Tag.
Die Übersicht „Ihre Risiken auf einen Blick“ zeigt danach, wie viele Einträge in jedem Feld der Matrix liegen. Darunter stehen alle mit Namen, die höchste Stufe zuerst.
Dort ändern Sie eine Bewertung mit einem Tippen auf den Namen oder das Feld.
Was macht die Geschäftsführung in Punkt 7.3?
In 7.3, „Die Managementbewertung festhalten“, sieht die Geschäftsführung auf „Ihre Risiken für die Geschäftsführung“ die Risikokarte: wo Ihre Programme, Technik und Lieferanten heute stehen. Sie entscheidet, wo sie zuerst handelt, und hält in „Ihre Managementbewertung“ fest, was zu tun ist: was, wer, bis wann.
Unter „Was die Angaben noch offen lassen“ zeigt der Durchgang, was nach Ihren eigenen Angaben noch fehlt. Von selbst erscheinen dort nur feste Fälle, etwa ein Lieferant mit der Stufe hoch oder sehr hoch, dessen Vertrag weder Sicherheit noch Vorfälle regelt. Ein anderer ist eine Datensicherung ohne gelungene Wiederherstellung.
Für jeden offenen Punkt legen Sie in der App fest, wer sich kümmert und bis wann. Für ihre digitalen Dienste verlangt die Durchführungsverordnung, das bei den Maßnahmen zur Risikobehandlung festzulegen (Anhang Nr. 2.1.2 Buchst. i).
Diesen Teil füllt kein Assistent: Managementbewertung, offene Punkte und Freigabe macht eine Person in der App. Freigeben kann, wer in der App die Rolle Geschäftsführung hat, angemeldet mit dem eigenen Zugang. Warum das Gesetz diese Entscheidung bei der Leitung lässt, erklärt unser Artikel dazu, wer für KI Einträge haftet.
Art. 20 Abs. 1 NIS 2 · § 38 Abs. 1 BSIG
Was passiert, wenn sich nach der Freigabe etwas ändert?
Ändert eine Person nach der Freigabe eine Bewertung in der App, geht Punkt 2.3 zurück an die Geschäftsführung, denn die Freigabe galt den alten Werten. Bei einem Lieferanten gilt das auch für 5.1 und 5.2. Zurückgenommen werden nur Freigaben, die älter sind als die Änderung.
Solange ein Punkt freigegeben ist, der auf den Bewertungen oder der Lieferantenliste aufbaut, etwa 2.3, 5.1 oder 5.2, lehnen die Werkzeuge eine Bewertung des Assistenten ab. Die Absage nennt die Punkte.
Dasselbe gilt für die Methode in 2.1, denn sie zu übernehmen ersetzt die Skalen, auf denen die Bewertungen stehen. Eine Freigabe zurücknehmen ist der Schritt einer Person: Sie ändern in der App, und der Punkt geht noch einmal an die Geschäftsführung.
So geht das im Durchgang
Bewerten verteilt sich im Durchgang auf drei Punkte, und der letzte gehört der Geschäftsführung.
2.1, „Methode zur Risikobewertung übernehmen“: Der Assistent kann die Methode aus dem Standard 200-3 des BSI übernehmen. Sie lesen die Matrix und schließen 2.1 ab.
2.3, „Ihre Programme bewerten“, „Ihre Technik und Räume bewerten“ und „Ihre Lieferanten bewerten“: Er schlägt pro Eintrag Häufigkeit und Schaden vor. Sie prüfen jede Zeile, ändern, was nicht passt, und schließen 2.3 ab.
7.3, „Ihre Risiken für die Geschäftsführung“ und „Ihre Managementbewertung“: Die Geschäftsführung sieht die Karte, entscheidet, wo sie zuerst handelt, und hält fest, wer was bis wann tut.
7.3, „Die Geschäftsführung gibt die Dokumente frei“: Für jeden offenen Punkt legen Sie fest, wer sich kümmert und bis wann. Dann gibt die Geschäftsführung frei, angemeldet mit ihrem eigenen Zugang. Kein Werkzeug eines Assistenten erreicht diesen Schritt.
Häufige Fragen
Darf eine KI die Risikoanalyse für NIS 2 machen?
Die Richtlinie NIS 2 und die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690 sagen nichts dazu, wer oder was eine Bewertung vorbereitet. Sie legen fest, wer billigt und überwacht: die Geschäftsführung. Eine Aussage des BSI, der ENISA oder einer anderen Behörde zu Unterlagen, die eine KI vorbereitet hat, haben wir nicht gefunden.
Welche Methode zur Risikobewertung schreibt NIS 2 vor?
Eine bestimmte Methode schreibt das Gesetz nicht vor. Der Durchgang bietet in 2.1 die fertige Methode aus dem Standard 200-3 des BSI an, die Sie oder Ihr Assistent übernehmen können.
Wer muss die Restrisiken annehmen?
Die Geschäftsführung billigt die Maßnahmen und überwacht sie (Art. 20 Abs. 1 NIS 2, § 38 Abs. 1 BSIG). Für die digitalen Dienste der Durchführungsverordnung steht ausdrücklich, dass die Leitung Ergebnisse und Restrisiken annimmt, oder eine verantwortliche Person, die sie angemessen unterrichtet (Anhang Nr. 2.1.1). Im Durchgang gibt die Geschäftsführung die Bewertungen in 7.3 mit Punkt 2.3 frei.
Wird jedes hohe Risiko von selbst ein offener Punkt?
Nein. Von selbst erscheinen dort nur Fälle, die aus festen Angaben folgen. Ein Beispiel ist ein Lieferant mit der Stufe hoch oder sehr hoch, dessen Vertrag weder Sicherheit noch Vorfälle regelt. Was mit einem hoch bewerteten Programm oder Gerät geschieht, entscheidet die Geschäftsführung, wenn sie in 7.3 die Risikokarte sieht, und hält es in ihrer Managementbewertung fest.
Was passiert, wenn ich eine Bewertung des Assistenten ändere?
Vor der Freigabe gilt einfach Ihre Änderung. Die Marke des Assistenten bleibt stehen, damit sichtbar ist, dass er dort eingetragen hat. Nach der Freigabe geht 2.3 mit Ihrer Änderung zurück an die Geschäftsführung.
Weiterlesen
- Wie führe ich eine NIS 2 Risikoanalyse durch?Schritt-für-Schritt: Asset-Scope, Bedrohungsmodell, Wahrscheinlichkeit-Auswirkung, Behandlungsplan, Sign-Off. Was CIR §2 in der Praxis verlangt.
- Wer haftet für KI Einträge nach NIS2?Art. 20 NIS 2 legt Billigung und Aufsicht auf die Geschäftsführung, gleich wer tippt. Wessen Eintrag es im Durchgang ist und warum kein Assistent freigibt.
- Asset Inventar für NIS2 mit KI erstellenAus Inventarliste, Lizenzliste oder CMDB Export füllt ein KI Assistent die Listen in Punkt 2.2. Was nach NIS 2 hineingehört und was Sie selbst prüfen.
Quellen
- Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS 2), Art. 20 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 2 Buchst. a, EUR-Lex
- BSIG, § 30 Abs. 2 Nr. 1 und § 38 Abs. 1, gesetze-im-internet.de
- Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690, Anhang Nr. 2.1.1 und 2.1.2 Buchst. i, EUR-Lex
- BSI, Standard 200-3: Risikoanalyse auf der Basis von IT-Grundschutz, bsi.bund.de
- open-isms, lib/compliance/module-recheck.ts (welche Freigabe eine Änderung zurücknimmt), lib/mcp/procedures.ts (was ein Assistent aufrufen darf) und lib/durchgang/gaps.ts (was von selbst ein offener Punkt wird), github.com/NISD2/open-isms
In der Praxis
Wo das im Durchgang vorkommt
Im Durchgang werden daraus Schritte, die Sie ausfüllen, mit dem Gesetz jeweils daneben erklärt. Öffnen Sie einen Schritt, um ihn ausgefüllt am Beispiel einer erfundenen Firma zu sehen.
Was der Durchgang kostet
4.800 € netto im Jahr, zzgl. USt.
30 Tage Geld zurückAuf Rechnung, 30 Tage Zahlungsziel. Kündigung in den ersten 30 Tagen, vor dem ersten Export oder der ersten Freigabe: Rechnung storniert oder Geld zurück.
Geführte NIS 2 Umsetzung, Schritt für Schritt
Verlauf der Änderungen und Freigaben, vorzeigbar beim BSI
Fristen und Erinnerungen je Anforderung
Sicherheitsfragebogen an Ihre Lieferanten
Export als PDF oder CSV, jederzeit
Sie sollen sich um NIS2 kümmern?
Am Ende haben Sie alles in einem Dokument: was getan ist, was noch offen ist, und die Freigabe Ihrer Geschäftsführung mit Namen und Datum. Die Texte schreibt die App.


