MCP · Punkt 2.2

Wie erstelle ich ein Asset Inventar für NIS2 mit KI?

Ein über MCP verbundener KI Assistent füllt die Listen in Punkt 2.2 des NIS 2 Durchgangs aus Ihren eigenen Unterlagen: Er kreuzt Einträge aus dem Katalog an, ergänzt eigene und sagt, wer was liefert. Jeder Bildschirm, den er beschrieben hat, zeigt seinen Namen und den Tag. Sie prüfen die Liste und schließen den Punkt in der App ab.

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Simon OrzelCory Hisey

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Simon OrzelSimon Orzel·

Wie erstellt ein KI Assistent das Inventar?

Ein Asset Inventar ist die Liste dessen, was Ihr Unternehmen für seine Arbeit braucht: Abläufe, Programme, Technik und Räume. Im NIS 2 Durchgang führen Sie es in Punkt 2.2, und ein verbundener KI Assistent kann es dort aus Ihren Unterlagen füllen.

Verbunden wird er über MCP (Model Context Protocol), einen offenen Standard, über den ein Assistent wie Claude in einer Anwendung liest und einträgt. Er arbeitet dann mit den Rechten der Person, die ihn verbunden hat.

Geben Sie ihm, was Sie schon haben: die Inventarliste Ihres Systemhauses, eine Lizenzliste oder einen Export aus Ihrer CMDB. Das ist die Datenbank, in der Ihre IT Geräte und Programme führt. Der Assistent ordnet die Zeilen den Katalogeinträgen zu, kreuzt diese an und legt für den Rest eigene Einträge an.

Der Server gibt jedem Assistenten den Hinweis mit, nur einzutragen, was Ihre Unterlagen und Systeme zeigen, und ein Feld lieber leer zu lassen als zu raten. Ob er sich daran gehalten hat, sehen Sie an der Liste selbst.

Was gehört nach NIS 2 in das Asset Inventar?

Punkt 2.2 führt vier Listen: „Was Ihr Unternehmen jeden Tag tut“ (Ihre Abläufe), „Programme für Kunden, Personal und Geld“, „Programme, die alle nutzen“ und „Technik und Räume“. Zu jeder gibt es einen Katalog zum Ankreuzen, zusammen 132 Einträge, etwa „Buchhaltung (DATEV, Lexware, sevDesk, lexoffice)“ oder „Notebooks und Desktops“.

Danach fragen „Welches Programm genau, und von wem?“ und „Welche Technik genau, und von wem?“. Dort steht pro Eintrag, was Sie wirklich nutzen, wofür, ob es im Haus oder in der Cloud läuft und wer es liefert.

Die Richtlinie zählt Konzepte zur Risikoanalyse und das Management von Anlagen zu den Mindestmaßnahmen. In Deutschland verlangt das BSIG Konzepte für die Verwaltung Ihrer Systeme, Produkte und Prozesse in Informationstechnik und Kommunikation; eine Liste ist dafür der übliche erste Schritt.

Ausdrücklich ein vollständiges, aktuelles Inventar verlangt Anhang Nr. 12.4 der Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690. Sie gilt unmittelbar nur für bestimmte digitale Dienste, etwa Cloud und Rechenzentren.

Art. 21 Abs. 2 Buchst. a und i NIS 2 · § 30 Abs. 2 Nr. 1 und 9 BSIG

Was tut die KI beim Inventar nicht?

Sie schließt Punkt 2.2 nicht ab, und sie nimmt nichts von der Liste: Keines ihrer Werkzeuge löscht einen Eintrag dieser Liste. Steht etwas Falsches darauf, nehmen Sie es in der App heraus.

Sie arbeitet an Punkten, die noch offen sind oder die Sie zur Seite gelegt haben. Haben Sie 2.2 abgeschlossen, nimmt der Server an diesem Punkt nichts mehr vom Assistenten an; Änderungen machen Sie dann in der App.

Ist ein Punkt freigegeben, der auf dieser Liste aufbaut, etwa 2.2 selbst oder 4.4 zur Datensicherung, lehnen die Werkzeuge jede Änderung an der Liste ab. Sie nennen dann die betroffenen Punkte.

Die Änderung würde die Freigabe zurücknehmen. Das ist der Schritt einer Person in der App, und der Punkt geht danach noch einmal an die Geschäftsführung.

Wie prüfe ich, was die KI eingetragen hat?

Jeder Bildschirm, den ein Assistent beschrieben hat, trägt oben eine Marke, etwa „Am 16. Oktober 2026 vom Assistenten claude-code/2.1.287 eingetragen“. Den Namen gibt der Assistent selbst an. Die Marke bleibt stehen, auch wenn Sie den Bildschirm danach ändern.

Im Aktivitätsprotokoll steht jede Änderung unter dem Namen der Person, die den Assistenten verbunden hat, mit dem Zusatz „über“ und dem Namen des Assistenten. So bleibt sichtbar, was im Browser geändert wurde und was über den Assistenten.

Gehen Sie vor dem Abschließen alle vier Listen und beide genaueren Bildschirme durch. Achten Sie auf gemietete Programme aus der Cloud, etwa E-Mail oder Buchhaltung: Der Durchgang nennt sie als häufig übersehen, und in einer reinen Geräteliste stehen sie nicht.

So geht das im Durchgang

Punkt 2.2 wird an sechs Bildschirmen zur Arbeit, und Punkt 2.3 baut direkt darauf auf.

2.2, die vier Listen von „Was Ihr Unternehmen jeden Tag tut“ bis „Technik und Räume“: Der Assistent kreuzt Katalogeinträge an und ergänzt eigene Einträge aus Ihren Unterlagen.

2.2, „Welches Programm genau, und von wem?“ und „Welche Technik genau, und von wem?“: Er trägt ein, was genau es ist, wo es läuft und wer es liefert. Diese Anbieter stehen danach in Ihrer Lieferantenliste in 5.1.

Sie gehen jeden Bildschirm mit der Marke des Assistenten durch, nehmen Falsches heraus, ergänzen Fehlendes und schließen 2.2 in der App ab.

2.3 „Risiken bewerten“: Jedes Programm und jede Technik auf der Liste bekommt eine Stufe aus Häufigkeit und Schaden. Freigegeben wird am Ende in 7.3, von der Geschäftsführung.

Häufige Fragen

Muss ich den ganzen Katalog selbst durchgehen?

Nein. Sie prüfen, was auf der Liste steht, ergänzen, was fehlt, und nehmen Falsches in der App heraus. Der Durchgang sagt selbst, dass die Liste nicht perfekt sein muss: Kommt etwas dazu, ergänzen Sie es später.

Welche Unterlagen helfen der KI am meisten?

Was Ihr Unternehmen schon führt: die Inventarliste des Systemhauses, eine Lizenzliste, ein Export aus der CMDB. Für die Anbieter hilft die Kreditorenliste, denn Anbieter ist, wer Ihnen die Rechnung schickt. Claude Code läuft auf Ihrem Rechner und kann solche Dateien dort lesen; einem Assistenten im Browser geben Sie die Datei so, wie er Dateien annimmt, etwa als Anhang im Chat.

Was passiert mit den Anbietern, die die KI nennt?

Jeder Anbietername, der noch nicht auf Ihrer Lieferantenliste steht, wird dort als neuer Lieferant angelegt und steht dann in 5.1. Lässt der Assistent bei einem Programm einen Anbieter weg, ist es nicht mehr mit ihm verbunden; der Anbieter bleibt auf der Lieferantenliste. Ein einzelner Aufruf darf höchstens 50 verschiedene Anbieter nennen, für mehr ruft der Assistent mehrmals auf.

Gehört der KI Assistent selbst ins Asset Inventar?

Das empfehlen wir, wenn Sie ihn nutzen. Tragen Sie ihn auf „Programme, die alle nutzen“ ein und seinen Anbieter auf „Welches Programm genau, und von wem?“. Der Anbieter steht dann auch in 5.1 auf Ihrer Lieferantenliste.

Sieht der Anbieter meines Assistenten unser Inventar?

Was der Assistent liest, geht an seinen Anbieter, unter der Vereinbarung Ihres Unternehmens mit diesem Anbieter. Welchen Assistenten Sie nutzen, ist Ihre Wahl. Läuft der Assistent mit einem Modell auf Ihrer eigenen Hardware, verlässt nichts Ihr Netz.

Weiterlesen

Quellen

  • Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS 2), Art. 21 Abs. 2 Buchst. a und i, EUR-Lex
  • BSIG, § 30 Abs. 2 Nr. 1 und 9, gesetze-im-internet.de
  • Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690, Art. 1 und Anhang Nr. 12.4, EUR-Lex
  • open-isms, lib/durchgang/nis2.ts und lib/mcp/screens.ts (die Bildschirme von 2.2 und was ein Assistent dort sendet), github.com/NISD2/open-isms
  • open-isms, Dokumentation zum MCP Server, content/docs/self-hosting/mcp.md, github.com/NISD2/open-isms

In der Praxis

Wo das im Durchgang vorkommt

Im Durchgang werden daraus Schritte, die Sie ausfüllen, mit dem Gesetz jeweils daneben erklärt. Öffnen Sie einen Schritt, um ihn ausgefüllt am Beispiel einer erfundenen Firma zu sehen.

  1. Risikomanagement

    Aufschreiben, was Ihr Unternehmen hat

    Eine Liste der Abläufe, Programme und Geräte, mit denen Sie arbeiten.

  2. Risikomanagement

    Risiken bewerten

    Jedes Programm, jedes Gerät und jeden Lieferanten mit der Matrix einstufen.

Was der Durchgang kostet

NIS2 Durchgang
Die geführte Umsetzung auf nisd2.eu.

4.800 € netto im Jahr, zzgl. USt.

30 Tage Geld zurück

Auf Rechnung, 30 Tage Zahlungsziel. Kündigung in den ersten 30 Tagen, vor dem ersten Export oder der ersten Freigabe: Rechnung storniert oder Geld zurück.

Geführte NIS 2 Umsetzung, Schritt für Schritt

Verlauf der Änderungen und Freigaben, vorzeigbar beim BSI

Fristen und Erinnerungen je Anforderung

Sicherheitsfragebogen an Ihre Lieferanten

Export als PDF oder CSV, jederzeit

Preise und Bedingungen

Sie sollen sich um NIS2 kümmern?

Am Ende haben Sie alles in einem Dokument: was getan ist, was noch offen ist, und die Freigabe Ihrer Geschäftsführung mit Namen und Datum. Die Texte schreibt die App.

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